Das Hartmann-Bergzebra (Equus zebra hartmannae) ist eine faszinierende und widerstandsfähige Unterart des Bergzebras, die sich perfekt an die rauen, trockenen Landschaften im südwestlichen Afrika angepasst hat. Mit seinem markanten schwarz-weißen Streifenmuster, dem hellen Bauch und dem netzartigen Muster auf der Hinterhand ist es nicht nur ein optisches Highlight, sondern auch ein Symbol für Anpassungsfähigkeit und Überlebenskunst.
Lebensraum und Verbreitung
Hartmann-Bergzebras leben vor allem in den felsigen Gebirgsregionen Namibias, insbesondere in den Regionen Kunene und Erongo, sowie in Teilen des südlichen Angola. Im Gegensatz zu ihren Verwandten in der Savanne bevorzugen sie steiles, zerklüftetes Gelände, das sie dank ihrer spezialisierten Hufe mit Leichtigkeit erklimmen können.
Verhalten und Sozialstruktur
Diese Zebras sind tagaktiv und sehr sozial. Sie leben meist in kleinen Familiengruppen, die von einem dominanten Hengst angeführt werden. Auch Junggesellengruppen sind häufig zu beobachten. Obwohl sie keine festen Territorien verteidigen, pflegen sie enge soziale Bindungen innerhalb ihrer Herden. Die Kommunikation erfolgt über Laute, Körpersprache und Mimik.
Hartmann-Bergzebras sind Grasfresser, die sich hauptsächlich von Gräsern ernähren, aber in Trockenzeiten auch auf Sträucher und Kräuter zurückgreifen. Sie sind hervorragend an trockene Lebensräume angepasst und können mehrere Tage ohne Wasser auskommen, indem sie die Feuchtigkeit aus ihrer Nahrung ziehen.
Schutzstatus
Obwohl sie derzeit nicht als akut gefährdet gelten, werden Hartmann-Bergzebras als verletzlich eingestuft. Gründe dafür sind Lebensraumverlust, Konkurrenz mit Nutztieren und der eingeschränkte Zugang zu Wasser. Schutzmaßnahmen in Namibia – darunter Nationalparks und gemeinschaftsbasierte Wildtierprojekte – spielen eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung ihrer Bestände.